PRESSESCHAU: BERICHTERSTATTUNG ÜBER DAS ZENTRUM

Dank der fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Vernetzungsinitiative EinProzent (hier direkt zu einprozent.de) bei den zurückliegenden Betriebsratswahlen konnten Kollegen an vielen Standorten erstmals eine Alternative zu den Kartellgewerkschaften wählen. Gemeinsam haben wir ihr Kartenhaus gehörig ins Wanken gebracht!

Durch die gute Arbeit unserer Betriebsräte expandiert das Zentrum an immer mehr Standorte, dennoch bleibt die Berichterstattung über eine alternative Arbeitnehmervertretung regelrecht unterirdisch.

Das Establishment weiß, dass sie mit Beschimpfungen und falschen Behauptungen nicht weiterkommen. Andererseits verschliessen führende Funktionäre und sogar Wissenschaftler noch immer ihre Augen vor der Korruption und politischer Indoktrination der Kartellgewerkschaften, um ihre eigenen Pfründe zu sichern. Alle wichtigen Artikel und Beiträge der letzten Wochen in unserer Presseschau:

Deutschlandfunk Kultur

Prof. Dr. Klaus Dörre wurde seit der Compact-Konferenz Ende November 2017 immer wieder als  „Gewerkschaftsforscher“ und ausgewiesener Experte in Presse und Rundfunk befragt – allerdings mit wenig Substanz:

Dörre ist ein ideologisch-gefestigter Akteur der linken Szene, wurde sogar von der Linkspartei als Wahlmann zur Bundesversammlung aufgestellt und darf in Ermangelung wirklich fachkundiger Gewerkschaftskenner unablässig sein Halbwissen über das Zentrum kundtun. Obwohl Dörre den wissenschaftlichen Apparat der Friedrich-Schiller-Universität Jena hinter sich wissen darf, bleiben seine Analysen stets oberflächlich und falsch – Dörre liegt zuverlässig daneben.

Ein Beispiel: Der zunehmende Verfall der Altgewerkschaften und ihr Scheitern bei der Arbeitnehmervertretung führt er nicht etwa auf ihre inneren Werteverfall und Korruption zugunsten der Manager zurück, sondern auf – man hat es schon erwartet – eine noch zu wenig internationalistische Ausrichtung.

Fakt ist: Die Gewerkschaften scheitern bereits jetzt auf betrieblicher und regionaler Ebene an ihrer inneren Fäulnis und der naiven Utopie ihres „globalen Sozialismus“- Dörres These würde in der realen Welt eine weitere Aushöhlung von DGB, IGM und Ver.Di bedeuten. Der Radiobeitrag mit Prof. Dr. Klaus Dörre kann hier nachgehört werden (hier zum Beitrag).

Doch der Deutschlandfunk kann auch anders: Dass man auch mit einem neutralen Lösungsansatz der Frage nachgehen kann, warum die linken Gewerkschaften bröckeln und eine legitime konservative Gewerkschaft erstarkt, beweist ein anderes Radiofeature (hier zum hörenswerten Beitrag)

Das Handelsblatt

Auch das Wirtschafts-Fachmagazin Handelsblatt kam nicht um uns herum: Mit gleich drei Artikeln (hier, hier und drittens hier) nähern sich die Autoren Alexander Demling, Thomas Hanke und Diemtar Neuerer dem Themenfeld einer alternativen Gewerkschaft an, verfallen aber stets wieder in alte Denkmuster und liefern komplizierte Antworten auf einfache Fragen.

Alle drei Autoren scheitern bereits in Ihrem Erklärungsansatz: Die alternative Gewerkschaft Zentrum ist – anders als IG Metall und DGB – kein politischer Akteur, sondern eine reine Arbeitnehmervertretung. Unter diesem falschen Politikansatz wird dann über das Zentrum überwiegend politisch – und nicht gewerkschaftlich – argumentiert.

So auch die tendenziöse Auswahl der politischen Fachexpertise: Zu Wort kommt auch der extrem linke Akteure wie Matthias Quent vom selbsternannten „Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft“ (IDZ) (zur Internetpräsenz geht es hier).

Auch Quent ist ein ideologisch-gefestigter Kader der linken Szene, ehemaliger Mitarbeiter der radikal sozialistischen Landtagsabgeordneten Katharina König-Preuss (Die Linke), sein „Institut“ ist eine Tarnorganisation der Amadeu Antonio Stiftung und wurde ursprünglich als politisch-linientreuer Ersatz für das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) konzipiert. Erst nach erfolgreicher Intervention der Landtagsfraktion der Alternative für Deutschland (AfD) in Thüringen konnte das verhindert werden.

Linke Berichterstattung: Thema verfehlt

Dies sind nur wenige Beispiele einer durchgehend mangelhaften Berichterstattung. Warum wurden nicht Arbeiter und Angestellte über das Wirken des Zentrums in den Betrieben befragt? Warum geht es den Mainstream-Medien stets nur um den politischen – und nie solidarischen – Aspekt unserer Arbeit?

In mehreren Artikeln wird klar hervorgehoben, dass das Erstarken unserer alternativen Gewerkschaft auch mit der Schwäche und dem inneren Verfall der Kartellgewerkschaften zusammenhängt: Wir wachsen, weil sie innerlich längst verfault sind und Mitgliedsbeiträge verfeuern, statt davon den Mitgliedern zu helfen.

Themen statt Schlagzeilen

Statt einer politischen Berichterstattung fordern wir eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den drängenden Themen der Arbeitswelt: Sofortiges Verbot von Leiharbeit und Werksverträgen und Umwandlung in mindestens befristete Verträge, Abschaffung der Betriebsrats-Korruption („Co-Management“), wissenschaftlich unabhängige Studien zur Umweltverträglichkeit der ganzheitlichen Produktionskette der experimentellen Elektromobilität.

Wir fordern Medien und Gewerkschaften auf, politische Scheindebatten zu unterlassen und sich endlich auf das Wichtige zu konzentrieren: Auf das Wohl unserer Kollegen!

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